Stützpunktvereine

Sportvereine, die sich im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“ (IdS) für die Integrationsarbeit im und durch Sport engagieren, werden als Stützpunktvereine bezeichnet und gehören damit zur Programmstruktur. Sie besitzen für die Programmumsetzung einen zentralen Stellenwert, da sie eine regelmäßige, langfristige und kontinuierliche Arbeit vor Ort gewährleisten und Integrationsstrukturen unter Einbindung des organisierten Sports schaffen und fördern.

Ein nachhaltig agierender Stützpunktverein:

  • engagiert sich in besonderem Maße für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, geflüchteten Menschen und/oder sozial benachteiligten Menschen im und durch Sport.
  • versteht Integration nicht als Sonderaufgabe oder in sich geschlossenes Projekt, sondern hat Integration als Querschnittsaufgabe im Verein nachhaltig verankert.
  • fördert interkulturelle Kompetenz seiner Mitarbeiter/-innen, freiwillig Engagierten und Mitglieder.
  • vernetzt sich im Sozialraum mit relevanten Partnern der Integrationsarbeit.
  • leistet eine aktive Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich seiner Integrationsarbeit.

Anerkannte Stützpunktvereine im Kreis Viersen

KSG Oh Do Kwan: Integrative Sportgruppe

Flüchtlinge und Migranten sollen die Möglichkeit bekommen, im "ganz normalen" Sportbetrieb mitzumachen. Dafür wurde eine eigene Trainingseinheit (1,5 Zeitstunden) eingerichtet. Zwei qualifizierte Übungsleiter begleiten das Training. Mit geeignetem Infomaterial werden umliegende Unterkünfte auf die Aktion aufmerksam gemacht. Außerdem bestehen direkte Kontakte zu den entsprechenden Institutionen.

Box-Club Kempen: Kids-Box-Gruppe

Die Kids-Box-Gruppe für Kinder bis 14 Jahre findet seit März 2018 jeden Donnerstag von 17:00 - 18:00 Uhr statt. Neben Bewegungs- und Konzentrationsspielen und Grundübungen des Boxsports, steht vor allem die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt. Die örtlichen Flüchtlingsunterkünfte, Schulen und Kindergärten sind in dem Projekt eingebunden. Die Zielgruppe wird über Flyer und Plakate auf das Angebot aufmerksam gemacht.

Turnerschaft Grefrath: Team ELU

Das Team ELU organisiert zweimal wöchentlich (mittwochs & samstags) für jeweils zwei Stunden ein Sportangebot "Parcour" für alle Altersgruppen. Die Zielgruppe wird über folgende Plattformen erreicht: Homepage, Facebook, Flyer und "Flüchtlingskaffee". Es besteht aktuell eine Kooperation mit der Initiative "Grefrath Hilft".

Willicher Turnverein

Die Taekwondoabteilung im WTV macht in diesem Jahr den ersten Schritt: Geflüchtete Kinder werden direkt angesprochen, und so zur Teilnahme an den Taekwondokursen motiviert. Mit Probestunden in Flüchtlingsunterkünften, Werbung auf dem Kinderschutzbundfest und mithilfe des Vereins für Integration Willich wird das Netzwerk vergrößert, um sich als Verein zu öffnen.

Jungblut Born

Der Verein arbeitet eng mit der Flüchtlingshilfe Brüggen zusammen, um Geflüchteten den Einstieg ins Kickboxen zu erleichtern. Das Angebot wird selbst von einem Trainer mit Migrationshintergrund geleitet, und vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Teamgeist, Integrität und Selbstdisziplin.

FC Lobberich-Dyck

Der Verein setzt sich seit mehreren Jahren aktiv für die Integration von Geflüchteten in die Fußballmannschaften ein. Durch zahlreiche Gespräche mit Fußballbegeisterten in den Flüchtlingsunterkünften konnten schon über 20 neue Spieler geworben werden. Die Menschen aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, Somalia und Irak werden in Vereinsaktivitäten und -feste eingebunden. Für 2019 ist ein Turn- und Bewegungsfest für Kinder in Kooperation mit dem Bewegungskindergarten Löwenzahn Lobberich geplant.

Alexander Tomm

Referent

Integration durch Sport / Bewegt GESUND bleiben im Kreis Viersen